18599-News (Mai 11)

Die neuen Ausgaben der stark in Überarbeitung befindlichen DIN V 18599 werden schon Ende 2011 beim Beuth-Verlag erwartet, also einige Monate vor Veröffentlichung der EnEV 2012, die nach europäischer EPBD-Richtlinie spätestens im Januar 2013 in Kraft treten muss. Heft 1/2011 von EnEVaktuell informiert ausführlich über die Neuerungen. SOLAR-COMPUTER hat wesentliche Details in Stichworten zusammengefasst.
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Präzisierung der Zonierungsregeln kleiner Bereiche. Hinweise zur Vereinfachung der Datenerfassung für Gebäude im Bestand sowie zur Bestimmung charakteristischer Längen und Breiten von Versorgungsbereichen. Erweiterung der Endenergie-Definition mit Differenzierung für Solarthermie sowie Umweltwärme und -kälte. Einführung eines "Verdrängungsmix" und unterschiedlicher Primärenergiefaktoren für Strom. Neu ist auch die textliche Trennung von Belangen der Nachweise (EnEV, EEWärmeG) und ingenieurmäßiger Bilanz. Neuer Anhang einer tabellarischen Muster-Dokumentation relevanter Daten, Rechenschritte, Zwischen- und Endergebnisse für Wohngebäude im Einzonenmodell.

Algorithmen Bodenplatte und Erdberührung. Verweis auf DIN EN ISO 13370 in jeweils aktueller Normenfassung. Einfluss Außenluftdurchlässe auf Infiltration. Neuer Faktor q50 und Anpassung des Fensterluftwechsels. Nutzungsbedingter Mindestaußenluft-Volumenstrom. Algorithmen für Sonnenschutz passend zu DIN EN 13363-1 sowie Glasdoppelfassade, ggf. saisonal verschieden. Wärmequellen und -senken im Wochenprofil. Modifizierung der Berechnung der maximalen Heizlast zur besseren Übereinstimmung mit DIN EN 12831.

Anpassungen der kennwertbasierenden Rechenverfahren sowie Erweiterungen um alternative Klimaprozesse, die vor allem regenerative Energien nutzen, z. B. solare Kühlung, indirekte Verdunstungskühlung und sorptionsgestützte Klimatisierung. Nach wie vor verfolgt das Regelwerk das Ziel, auf Basis der bestehenden Anlagenmatrix den energetischen Effekt der neuen Technologien abzubilden. Zusätzlich sollen die Algorithmen Maximalleistungen für die Auslegung liefern.

Berücksichtigung des Wartungsfaktors im Tabellenverfahren. Neuer Faktor für Konstantlichtkontrollsysteme. Einführung von aus Teilaufwandszahlen zusammengesetzten Aufwandszahlen mit Möglichkeit zur Differenzierung in End- und Nutzenergie. Präzisierung der Berücksichtigung von LED-Technologien in ihren zahlreichen neuen in den Markt drängenden Ausprägungen. Beispielhafte Listung beleuchtungstechnischer Anlagen.

Komplett neue Algorithmen zur Berechnung von Leitungslängen unter Beachtung geometrischer Kenngrößen eines Gebäudes und seiner Zonen. Anpassung der Solarthermie-Algorithmen mit besserer und monatlicher Ertragsaufteilung auf Heizung und Warmwasser. Vollständige Überarbeitung der Wärmepumpen-Algorithmen gemäß internationaler Normung, insbesondere Bewertung drehzahlgeregelter Systeme. Komplette Überarbeitung der Bewertung von Hallenheizsystemen. Anpassungen bei Einrohrsystemen und Wärmeübergabe.

Nachweis energetischer Einsparpotenziale bei Zuluftanlagen durch Nutzung regenerativer Energie (Erdreich-Zuluft-Wärmeübertrager, Solarluftkollektoren) sowie bedarfsgeführte Regelung. Unterstützung von Abluft-Wärmepumpen als Abluft-Zuluft-WP sowie Abluft-Wasser-WP für Heizung und Trinkwassererwärmung. Einführung einer Bilanzierung von Wohnungskühlung, anwendbar auf die Betriebsweise einer Heizungs-WP als Kältemaschine. Passive Kühlung mit Erdsonden oder Nachtlüftung sowie klassische Kühlsysteme wie Kompressionskältemaschine oder Split-/Multisplitgeräte.

In der Überarbeitung des Teils 7 wird die Berechnung von bedarfsgeregelten Lüftungssystemen in Abhängigkeit der Luftqualität oder der Belegung möglich. Hierbei werden für die verschiedenen Nutzungsfaktoren Teilbetriebsfaktoren und relative Abwesenheitszeiten eingeführt. In den Bilanzgleichungen werden in Hinblick auf das EEWärmeG jetzt auch die Regenerativanteile der Kälteerzeugung je Erzeugungsart berechnet.

Der KWK-Algorithmus wurde für Mikro-KWK-Anlagen erweitert. Einführung eines Algorithmus für PV- und Windkraftanlagen.




Anpassung der Nutzungsrandbedingungen für Wohn- und Nichtwohngebäude. Ergänzung der Nutzungsprofile um die im Teil 7 benötigten Angaben (relative Abwesenheit, Teilbetriebsfaktor, Temperaturen und Betriebsweisen). Ein neuer Anhang D beschreibt informativ das Erstellen eigener Nutzungsprofile. Die Auslegungswerte für die Ermittlung der Kühlleistung werden an den Entwurfsstand (2011) der neuen Kühllast VDI 2078 angepasst. Als Referenzklima werden Daten von Potsdam der TRY-Region verwendet. Ein neuer Anhang enthält Daten (2010) des Deutschen Wetterdienstes inkl. Windgeschwindigkeiten weiterer Klimaregionen für Anwendungen außerhalb eines öffentlich-rechtlichen Nachweises.


Während SOLAR-COMPUTER-Entwickler schon viel Kapazität für die umfangreichen notwendigen Programmierarbeiten zur Umsetzung der neuen DIN V 18599 reserviert haben, können sich Anwender der Software "Energieeffizienz Gebäude" (Art.-Nr. B54) "in Ruhe" auf die neuen Regelwerke einstellen, wenn Sie einen Software-Wartungsvertrag haben oder einen solchen in den nächsten Wochen bei ihrem SOLAR-COMPUTER-Betreuer abschließen. Bis zum Inkrafttreten der EnEV 2012 bleiben die aktuellen Ausgaben 2007 der DIN V 18599 gültig. Rechtzeitig vorher wird SOLAR-COMPUTER traditionsgemäß wieder Praxisseminare zum neuen Regelwerk und deren Anwendung anbieten.



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