GBIS-Netze in Revit: Temporäre Netzansichten und Schema-Berechnung
Mit den Neuerungen beim Revit Plug-in GBIS erweitert SOLAR-COMPUTER die grafische Kontrolle und Nachvollziehbarkeit bei der TGA-Netzplanung. Im Fokus stehen unter anderem temporäre Netzansichten zur visuellen Prüfung aktiver Netze sowie die weiterentwickelte Schema-Berechnung mit automatisch gesetzten und grafisch dargestellten Suchradien.
Für Revit-Anwender bedeutet das mehr Transparenz im Modell und weniger manuelle Vorbereitungsschritte.
Grafische Visualisierung: Temporäre Netzansichten für mehr Übersicht
Bei der TGA-Netzplanung in Revit ist eine klare visuelle Kontrolle entscheidend, denn gerade bei komplexeren Heizungs-, Trinkwasser- oder weiteren Rohrnetzen können kleine Modellierungsungereimtheiten dazu führen, dass ein Netz nicht vollständig oder nicht korrekt ausgelesen wird.Die grafische Visualisierung im Revit Plug-in GBIS setzt genau hier an. Das jeweils aktive Netz wird automatisiert visuell in den Vordergrund gestellt. Anwender müssen das Netz nicht mehr über einen separaten Befehl freistellen, isolieren oder manuell für die Prüfung aufbereiten. Stattdessen erzeugt GBIS temporäre Ansichten, in denen das betreffende Netz gezielt dargestellt wird.
Dadurch lässt sich wesentlich schneller erkennen, mit welchem Netz gerade gearbeitet wird, welche Bereiche zur Berechnung gehören und wo eine fachliche Kontrolle erforderlich ist. Die temporäre Ansicht unterstützt den Anwender unmittelbar im GBIS-Workflow, ohne den dauerhaften Darstellungszustand des Revit-Modells zu verändern.
Offene Stellen werden klar markiert
Ein wesentlicher Vorteil der neuen Visualisierungsmöglichkeiten ist die automatische Anzeige offener Stellen. Nicht geschlossene Rohrenden, offene Verbindungen oder strukturelle Unterbrechungen werden mit einer klaren roten Markierung hervorgehoben. Diese Kennzeichnung funktioniert bei jeder Netzart und macht kritische Stellen unmittelbar sichtbar.Damit greift GBIS eine typische Herausforderung aus der Praxis auf. Offene Verbindungen müssen vor der Berechnung kontrolliert werden, weil sie ggf. Ursache für unvollständige Netzauswertungen oder Berechnungen sind. In komplexen Modellen sind solche Stellen in der normalen Revit-Darstellung jedoch nicht immer leicht zu finden.
Zusätzlich wird der Report "Report des Befehls GBIS Rohrnetz-Export" automatisch mit aufgerufen. Dieser zeigt die offenen Verbindungen der Bauteile an und ergänzt die grafische Markierung um eine strukturierte Übersicht. Anwender erhalten damit nicht nur eine visuelle Kennzeichnung im Modell, sondern auch eine nachvollziehbare Information darüber, welche Verbindung geprüft werden muss. Das Zusammenspiel aus temporärer Ansicht, roter Markierung und Report hilft, offene Stellen schneller zu verstehen, gezielt zu bewerten und anschließend eine funktionierende Lösung im Modell herzustellen.
Vom Hinweis zur konkreten Stelle im Modell
Die temporären Netzansichten schaffen eine direkte Verbindung zwischen der fachlichen Prüfung und der grafischen Darstellung im Revit-Modell. Anwender können in der temporären Ansicht zoomen, den Ausschnitt verschieben und die markierten Stellen gezielt untersuchen.Das ist vor allem dann hilfreich, wenn sich offene Verbindungen innerhalb größerer oder dicht belegter Netzbereiche befinden. Statt die Ursache einer Meldung mühsam im Modell zu suchen, wird der relevante Bereich visuell hervorgehoben. Der Anwender erkennt schneller, ob ein Rohrende tatsächlich offen ist, ob eine Verbindung fehlt oder ob eine Modellierungsanpassung erforderlich ist.
Damit wird die Plausibilitätsprüfung stärker in den grafischen Workflow eingebunden. Kritische Punkte werden nicht nur tabellarisch oder über eine Meldung ausgegeben, sondern unmittelbar im Modell sichtbar gemacht. Das reduziert Suchaufwand und unterstützt eine stabilere Vorbereitung der Rohrnetzberechnung.
Weiterentwickelte Schema-Berechnung: Visualisierte Suchradien und transparente Berechnungslogik
Neben der grafischen Kontrolle anhand der temporären Ansichten wurde auch die Schema-Berechnung funktional weiterentwickelt. Ein zentrales Element ist der Suchradius für Bauteile. Früher musste dieser in den GBIS-Eigenschaften unter "Schema Berechnung" manuell eingestellt werden. Neu ist, dass der Suchradius automatisch gesetzt wird.Zusätzlich wurde im Dialog "Schema Berechnung" die Option "Visualisierung" integriert. Dadurch kann der Anwender die automatische Visualisierung aktivieren und sich die relevanten Suchradien direkt anzeigen lassen.
Mit dem Werkzeug "Schema Suchradius anzeigen" wird der Suchradius aus dem Set berechnet und grafisch dargestellt. An den entscheidenden Stellen, insbesondere an Kreuzpunkten, erscheint ein gelber, gut sichtbarer Punkt mit dem entsprechenden Suchradius. Der Anwender erkennt damit unmittelbar, welche Bereiche in die Schema-Berechnung einbezogen werden.
Sichtbar machen, was berechnet wird
Die visualisierten Suchradien schaffen eine praktische Kontrollmöglichkeit. Ähnlich wie die roten Markierungen bei offenen Stellen im Netz machen sie die Berechnungslogik visuell nachvollziehbar. Während die roten Markierungen auf offene oder kritische Verbindungen hinweisen, zeigen die gelben Punkte den relevanten Suchbereich in der Schema-Berechnung.Ergänzend dazu unterstützt GBIS auch bei der Darstellung temporärer Ansichten in der Schema-Berechnung. Der Anwender kann anhand der Visualisierung schnell erkennen, welche Elemente in die Berechnung aufgenommen wurden und welche Bereiche nicht berücksichtigt werden. Nicht relevante oder nicht erfasste Bereiche werden ausgegraut dargestellt.
Früher mussten solche Ansichten aufwendig manuell aufgebaut werden. Mit der neuen Visualisierung wird dieser Prüfschritt deutlich vereinfacht. Gleichzeitig bleibt der Workflow kontrollierbar. Über "Visualisierung zurücksetzen" in der Ribbonbar kann der Anwender zur ursprünglichen Darstellung zurückkehren.
Die Schema-Berechnung wird damit nicht nur automatisierter, sondern vor allem transparenter. Anwender erhalten eine direkte visuelle Rückmeldung darüber, wie das Schema interpretiert wird und welche Elemente rechnerisch relevant sind.
Ihre Mehrwerte auf einen Blick
- Automatische Hervorhebung des aktiven Netzes in temporären Netzansichten, ohne manuelle Freistellung über separate Befehle
- Klare rote Markierung offener Stellen, nicht geschlossener Rohrenden und struktureller Unterbrechungen im Netz
- Ergänzender Report zum GBIS Rohrnetz-Export, der offene Verbindungen strukturiert ausweist und die grafische Prüfung unterstützt
- Schnellere Kontrolle kritischer Netzbereiche direkt im Revit-Modell, inkl. besserer Orientierung in komplexen oder dicht belegten Netzstrukturen
- Automatisch gesetzter Suchradius in der Schema-Berechnung, ohne manuelle Voreinstellung in den GBIS-Eigenschaften
- Grafische Darstellung relevanter Suchradien über "Schema Suchradius anzeigen", inkl. gelber Markierung an entscheidenden Kreuzpunkten
- Höhere Nachvollziehbarkeit der Berechnungslogik, da sichtbar wird, welche Bereiche in die Berechnung aufgenommen werden und welche nicht
Fazit: Mehr visuelle Kontrolle im GBIS-Workflow
Mit den temporären Netzansichten und der weiterentwickelten Schema-Berechnung stärkt SOLAR-COMPUTER die Nachvollziehbarkeit bei der TGA-Netzplanung in Revit. Aktive Netze werden automatisch sichtbar gemacht, offene Stellen eindeutig markiert und relevante Suchradien in der Schema-Berechnung grafisch dargestellt. Für TGA-Planer, Fachingenieure und BIM-Verantwortliche entsteht dadurch ein robusterer Workflow. Kritische Stellen lassen sich schneller erkennen, offene Verbindungen gezielter prüfen und Schema-Berechnungen besser nachvollziehen. Das reduziert manuelle Sucharbeit, erhöht die Transparenz im Modell und unterstützt eine konsistentere Datenbasis für die Rohrnetzberechnung. Die neuen Visualisierungsfunktionen zeigen damit exemplarisch, wohin sich der GBIS-Workflow entwickelt: mehr Automatik bei der grafischen Modellprüfung, mehr Kontrolle für den Anwender und eine transparente Verbindung zwischen Revit-Modell, Schema und SOLAR-COMPUTER-Berechnung.Produktanfrage: GBIS-Netzplanung gezielt in Ihre Revit-Workflows integrieren
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