TGA-Netze mit Revit Plug-in GBIS: Ventil-Manager und Start-Bauteile
Mit den aktuellen Weiterentwicklungen im Revit Plug-in GBIS optimiert SOLAR-COMPUTER zentrale Prozesse der TGA-Netzplanung. Der Ventil-Manager unterstützt die strukturierte Zuordnung und Kontrolle von Ventilen innerhalb eines Netzes, während die automatisierte Start-Bauteil-Logik eine konsistente Definition von Startpunkten sicherstellt. Typische Fehlerquellen werden systematisch reduziert und stabile, nachvollziehbare Netzberechnungen gewährleistet.
Ventil-Manager: Transparente Ventilprüfung und sichere Integration in die Netzberechnung
Der weiterentwickelte Ventil-Manager unterstützt die strukturierte Zuordnung und Kontrolle von Ventilen innerhalb eines Netzes. Ventile können systembezogen erfasst, geprüft und bei Bedarf angepasst werden. Gleichzeitig erhält der Anwender jederzeit die Möglichkeit, sich einzelne Ventile im Schnitt, im Grundriss oder in der 3D-Ansicht anzeigen zu lassen. Gerade in komplexeren Netzen mit mehreren Strängen wird deutlich, wie entscheidend eine korrekte Einbindung der Ventile in die Netzlogik ist. Geschieht dies nicht, liefen die Berechnung bisweilen unter Umständen nicht bis zum Schluss stabil durch. Ein typischer Praxisfall aus der Rohrnetzberechnung (H60): Ein Differenzdruckregler wird im Vorlauf platziert, jedoch ohne korrekte funktionale Einbindung. Die Berechnung wird gestartet, das Netz ausgelesen, doch anstatt eines vollständigen Durchlaufs der Berechnung öffnet sich das Dialogfenster "GBIS Ventil-Manager", um manuelle Anpassungen vorzunehmen.
Im Ventil-Manager wird dieser Sachverhalt transparent aufgelöst. In der "Ventilliste" werden die relevanten Informationen strukturiert dargestellt: Ventilart, konkretes Ventil sowie das zugehörige Partnerventil bzw. der Impulsleistungsanschluss. Gerade bei Differenzdruckreglern wird deutlich, dass diese Ventilart für eine korrekte Funktion eine Impulsleitung zwischen Vor- und Rücklauf benötigt.
Genau an dieser Stelle greift die softwareseitige Unterstützung konkret und nachvollziehbar:
- Statt allgemeiner Fehlermeldungen erhält der Anwender einen klar formulierten Hinweis, was technisch erforderlich ist.
- Die entsprechenden Verknüpfungen werden in einer übersichtlichen Tabelle aufgeführt und können direkt ergänzt werden.
Auch die Umsetzung ist deutlich vereinfacht worden. Im Bereich "Partnerventil/Impulsleistungsanschluss" kann der Anwender gezielt entscheiden, ob ein vorhandenes Partnerventil ausgewählt oder ein neues platziert werden soll. Über die Funktion "Partner auswählen" wird ein bestehendes Element zugewiesen. Alternativ kann über "Partner platzieren" direkt ein passendes Ventil ergänzt werden.
Im angeführten Beispiel öffnet sich anschließend das Dialogfenster "Familie zum Platzieren auswählen". Die dort angezeigten Familien sind bereits gefiltert, sodass nur geeignete Komponenten zur Auswahl stehen. Praktisch: Das ausgewählte Ventil kann anschließend direkt in der temporären Netzansicht an der richtigen Stelle positioniert werden.
Ein wesentlicher Unterschied zur bisherigen Arbeitsweise wird hier deutlich: Früher mussten Ventile mehrfach manuell gesetzt, korrekt im Vor- und Rücklauf platziert und zusätzlich Parameter händisch über Listen gepflegt werden. Dieser Prozess war mit einem gewissen Aufwand verbunden.
Mit dem Ventil-Manager erfolgt die gesamte Zuordnung zentral und geführt innerhalb eines Dialogs. Anpassungen können direkt vorgenommen werden, ohne dass der Anwender in die Zeichnung wechseln muss. Dadurch wird nicht nur die Bearbeitung effizienter, sondern auch die fachlich korrekte Integration von Ventilen, unter anderem Differenzdruckreglern, berechnungskonform sichergestellt.
Start-Bauteile: Automatisierte Startpunkt-Logik für stabile Netzberechnungen
Die Definition von Startpunkten war in der Vergangenheit eine der häufigsten Ursachen für Berechnungen, die nicht vollständig bis zum Schluss durchliefen. Unter anderem mussten Netzbezeichnungen manuell vergeben, Vor- und Rückläufe korrekt ausgewählt und doppelte Definitionen vermieden werden.Mit der neuen Start-Bauteil-Logik übernimmt GBIS diese Aufgaben weitgehend automatisch und entlastet den Anwender spürbar.
Sobald mit offenen Rohrenden gearbeitet wird, erzeugt das System automatisch ein virtuelles Start-Bauteil. Fehlt im Netz eine Pumpe, wird diese direkt im Start-Bauteil integriert, sodass die Berechnung grundsätzlich lauffähig bleibt.
Diese Automatik adressiert typische Praxisfälle sehr konkret. Ein häufiges Szenario: Im bestehenden Netz wird nachträglich bspw. eine Pumpe ergänzt. Durch das Einfügen wird die Rohrleitung getrennt, wodurch unbemerkt zusätzliche Startpunkte entstehen können.
Die neue Lösung erkennt solche Situationen automatisch und überwacht die Startpunkte kontinuierlich. Im Dialog "GBIS Startbauteil" werden alle erkannten Startpunkte übersichtlich dargestellt. Über die Funktion "Startpunkte anzeigen" kann der Anwender diese direkt im Modell visualisieren und gezielt prüfen. Gleichzeitig wird der Anwender aktiv durch den Prozess geführt. In der temporären Netzansicht lassen sich ausschließlich gültige Start-Bauteile auswählen, wodurch Fehleingaben systematisch ausgeschlossen werden. Auch strukturelle Themen wie fehlende Netzbezeichnungen werden automatisch gelöst, indem das System entsprechende Einträge selbstständig ergänzt.
Das Zusammenspiel aus Automatik und Kontrolle bleibt dabei entscheidend. Der Anwender kann weiterhin gezielt eingreifen und eigene Entscheidungen treffen, wird jedoch durch die Systemlogik so unterstützt, dass typische Fehlerquellen gar nicht erst entstehen. Im Ergebnis entsteht ein stabiler, robuster Berechnungsprozess, bei dem auch komplexe Netze sicher aufgebaut und ohne zeitintensive manuelle Korrekturen normkonform berechnet werden können.
Ihre Mehrwerte in der Praxis auf einen Blick
- Deutlich reduzierte Fehleranfälligkeit bei Ventilzuordnung und Startpunktdefinition
- Prozessgeführte Benutzerführung statt zahlreicher manueller Einzelschritte
- Automatische Erkennung und Korrektur inkonsistenter Netzstrukturen
- Effiziente Integration von Bauteilen, z. B. Differenzdruckregler
- Stabilere Berechnungen durch konsistente Startpunkt-Logik
- Direkte visuelle Kontrolle durch temporäre Ansichten
Fazit: Robuste Netzlogik für anspruchsvolle TGA-Projekte
Mit dem Ventil-Manager und der automatisierten Start-Bauteil-Logik werden zwei zentrale Aspekte in der TGA-Netzplanung gezielt adressiert. Die Kombination aus strukturierter Benutzerführung, intelligenter Automatik und direkter visueller Kontrolle führt zu einer deutlich höheren Prozesssicherheit. Gleichzeitig bleibt die fachliche Kontrolle jederzeit beim Planer.Für TGA-Planer, Ingenieure und BIM-Verantwortliche bedeutet das eine spürbare Entlastung im Alltag sowie eine robuste Grundlage für konsistente und normkonforme Netzberechnungen im BIM-Prozess.
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- Innovation
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- Service









